Weg zum Machu Picchu – für weniger als 15 Dollar

Machu Picchu, die Stadt in den Anden liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich von Cusco. Man kann sie auf verschiedenen Wegen erreichen, welche sich in Komfort, Zeitaufwand und Kosten deutlich unterscheiden.
Wer bereit ist, eine wenig mehr Zeit aufzuwenden, auch mal einen Marsch in Kauf nimmt und sich nicht von etwas unbequemeren Bustouren abschrecken lässt kann den „alten Gipfel“ schon für 15 Dollar erreichen und wird zudem noch mit einem kleinen Abenteuer und atemberaubenden Aussichten belohnt.

Wenn der Weg das Ziel ist und ihr die Freuden einer „beschwerlichen“ Reise seht, könnt ihr hier Einiges erfahren. Wenn ihr „Alles inklusive“ liebt, dann nehmt doch bitte den Zug!

Aber zum Anfang:

Schritt 1 – Die Eintrittskarten

Machu Picchu ist kein Geheimtipp und auch nicht billig, die silbern glänzenden Drehkreuze öffnen sich nur wem, wer Eintritt zahlt.
Die Tickets erhaltet ihr auf der offiziellen Webseite, wobei es hier aber Schwierigkeiten bei der Buchung mit ausländischen Kreditkarten kommen kann, weswegen wir unsere Tickets direkt in Cusco im „Instituto de Cultura“ nahe der „Avenida de la Cultura“ kauften. Das Institut für Kultur ist ein wenig versteckt gelegen, aber mit ein oder zwei Nachfragen leicht zu finden.

Alle Tickets sind Datum und Personen gebunden, also überlegt euch genau, wann ihr euer Ziel erreichen könnt und kauft auf keinen Fall Tickets außerhalb der offiziellen Stellen.
Ihr werdet mehrmals euren Reisepass vorzeigen müssen und wenn euer Ticket nicht zu euren Pass passt, war viel Geld und Müh für die Katz.

Zu den Tickets:

1. Das Basispaket
Man erhält Einlass zu den Ruinen von Machu Picchu. Die Tickets kosten 128 Soles (etwa 48 USD) pro Person. Personen aus der Andengemeinschaft (Ecuador, Kolumbien, Peru) können das Ticket wesentlich günstiger erwerben.
2. Machu Picchu + Gipfel
Zusätzlich zum Einlass zu den Ruinen erhält man auch Zutritt zum Gipfel, von dem man einen großartigen Blick auf die Ruinen hat. Der Preis beträgt 142 Soles (53 USD)
3. Machu Picchu+ Huyana Picchu
Für 152 Soles (57 USD) darf man neben der Ruinenstadt auch den 2ten Gipfel Huyana Picchu erklimmen.
Hierbei ist zu beachten, das der Einlass zu Huyana Picchu nur 2 mal am Tag erfolgt und im voraus fest gebucht ist. Erster Einlass ist zwischen 7-8 Uhr morgens und der 2te zwischen 10 und 11 Uhr morgens.

Schritt 2 – Auf zum Gipfel

Die Mehrheit der Machu Picchu Besucher nutzt das Zugangebot. Tickets und Preise und alle weiteren Infos kriegt Ihr hier.

Es gibt aber auch einen anderen Weg, der, auch wenn mit Zeitaufwand und ein wenig Strapaze verbunden, immer meine erste Wahl sein wird.
Die Mühen des Weges machten den Blick auf die Gipfelstadt noch wesentlich beeindruckender.
Die Route ist nicht allzu bekannt und vielerorts wird man Euch mitteilen, dass sie nicht möglich oder gar gefährlich sei. Seid unbesorgt und macht euch guten Mutes auf den Weg. Es lohnt sich.

Im Folgendem wird die Route mit den ungefähren Kosten beschrieben.

Cusco nach Santa Maria

Zunächst müsst ihr nach Santa Maria, dazu startet ihr vom Busterminal Santiago in der „Calle Antonio Lorena“. Die Busse fahren nach Quillabamba und Ihr müsst auf etwa halber Strecke in Santa Maria aussteigen.
Um den Busterminal zu erreichen, fragt einfach einen Fahrer eines Collectivos, die werden euch sagen wie ihr ihn am besten erreicht oder nehmt ein Taxi.
Die Gegend um den Terminal wurde uns wieder einmal als gefährlich beschrieben, Gründe hierfür konnten wir aber nicht erkennen und genossen ein herrlich leckeres und günstiges Almuerzo in Busbahnhofnähe.
Das Ticket nach Santa Maria kostet etwa 15 Soles pro Person und dauert um die 5 Stunden, hat bei uns aber 7 in Anspruch genommen.

Santa Maria nach Santa Teresa

„Teuer“ Taxi fahren. Die einzige Verbindung nach Santa Teresa ist via Taxi. Die Fahrer stehen nahe der Bushaltestelle in Santa Maria und die Fahrt kostet 10 Soles und Abfahrt ist wenn das Auto voll ist. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten und führt über Schotterpiste entlang des Flusses Urubamba.
In Santa Teresa gibt es verschiedene Möglichkeiten zu übernachten und kostet in etwa 15-20 Soles. Wir hatten uns gegen die erste Hostelmöglichkeit entschieden und wurden in einem Kiosk, welcher auch Zimmer anbot fündig.
Ihr könnt aber auch weiterziehen, sofern Tag oder Nachtzeit es zulässt.
Der weitere Weg wird beschwerlicher und und viel zu Fuß erfolgen, wozu es absolut ratsam ist leicht zu reisen.
Die nette Besitzerin unser Unterkunft war so nett unsere Schweren Rucksäcke zu lagern, wodurch wir einiges an Gewicht sparten.
Für die Camper, Euer Zelt und weiteres Equipment lohnt sich zu tragen, da es auf dem weiteren Weg, nahe Aguacalientes, direkt an der Weggabelung zum Gipfel eine Campingmöglichkeit gibt. Wir hatten dies nicht gewusst, verzichteten daher auf unser Zelt und mussten später tiefer ins Portemonnaie greifen.
Dank „unseres“ Verhandlungsgeschick und dem Umstand der „low season“ konnten wir in Aguacalientes für 30 Soles p.P. übernachten, eine Nacht auf dem Zeltplatz hätte 7 gekostet.

Aber zunächst geht es von Santa Teresa nach Hydroelectrica